Damit Verbraucher einen Onlineshop finden, sollten die Produktangebote des Onlineshops über Suchmaschinen wie Google leicht auffindbar sein. Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) fallen dabei unter den Gesamtbegriff Suchmaschinenmarketing (SEM) und sind im besten Fall auch einer einheitlichen Online-Marketingkampagne unterworfen. Suchmaschinenmarketing ist mittlerweile eine übliche Marketingmaßnahme. Bei der Suchmaschinenoptimierung werden die Sortieralgorithmen der Suchmaschinen analysiert und die Inhalte der eigenen Webseite mittels Keywordplatzierung an diese Kriterien angepasst. Entscheidend für die Platzierung unter den ersten Suchergebnissen der Suchmaschinen ist außerdem besonders die externe Linkstärke.

Kostenpflichtige Preisvergleichsportale

Vergleichportale sind in der Regel kostenpflichtig. Die Abrechnung erfolgt entweder pro Klick (CPC) auf den Artikel (mit Weiterleitung zum Onlineshop), eine monatlich Gebühr mit Beschränkung der Artikelanzahl oder auch eine Flatrate mit fester monatlicher Gebühr.

Kostenlose Preisvergleichsportale

Neben den kostenpflichtigen Anbieter gibt es auch kostenlose Portale, teilweise mit Beschränkung der monatlichen Klickzahlen.

Preisvergleich – Marketing-Mix für Onlineshops

Aktuelle Studien belegen, dass 85% der Internet-User auf der Suche nach einem bestimmten Produkt über Google oder andere Suchmaschinen auf einen Online-Preisvergleich wie Billiger.de oder Guenstiger.de gelangen– Preisvergleiche können in der Regel nämlich ein viel höheres Suchmaschinen-Ranking erlangen als einzelne Web-Shops. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • viele diverse Angebote führen zu hohem Nutzer-Traffic
  • optimierte Suchfunktionen
  • starke externe Verlinkungen
  • betreiben professionelle Suchmaschinenoptimierung
  • Produkte sind gut kategorisiert
  • optimierte Keywordplatzierung

Online-Preisvergleichsportale haben in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil auf dem Absatzmarkt. Etwa 50 Prozent aller Internet-User verwenden Preisvergleiche, um Produkte und anbietende Shops zu recherchieren. Die Nutzung von Preisvergleichen breitet sich mittlerweile außerdem auch auf den mobilen Bereich aus. Viele Verbraucher verwenden Applikationen verschiedener Vergleichsportale auf ihrem Smartphone, wenn sie shoppen, um herauszufinden, ob und wo es ein Produkt eventuell günstiger geben könnte.

Die Platzierung von Onlineshops lohnt sich also für alle Shopbetreiber – egal, ob es sich dabei um Nischen-Shops für eine spezielle Produktkategorie oder zum Beispiel um große Elektronik-Shops handelt. Über Preisvergleiche können Shopbetreiber qualitativ hochwertigen Traffic generieren, Neukunden gewinnen und nicht zuletzt ihren Umsatz steigern.

Preisvergleich – für jeden Shop ein Plus

In Deutschland gibt es mittlerweile einige hundert Preisvergleichsportale. Aufgrund der immer wieder aktualisierten Listung aller Produkte ist die Platzierung des eigenen Shops im Preisvergleich von großem Vorteil. Denn egal, wie groß und divers die Angebotspalette ist – im Preisvergleich findet jeder Kunde sein gesuchtes Produkt und die dazu gehörigen unterschiedlichen Preise der Shops, Zahlungsmöglichkeiten, Bewertungen und Lieferzeiten – alles übersichtlich und gut sortiert.

Warum Verbraucher Preisvergleiche nutzen

Die Gründe für Nutzer, einen Preisvergleich für ihre Produktsuche zu verwenden, liegen auf der Hand. Ein Preisvergleich ermöglicht es einem schnell und unkompliziert unterschiedliche Angebote zu vergleichen.

Seit einiger Zeit bieten Preisvergleiche auch den Shopvergleich an. Bewertungen einzelner Onlineshops helfen den Nutzern bei der Kaufentscheidung. Die Nutzermeinungen und -bewertungen, Testberichte anderer Webseiten und Faktoren wie Lieferfähigkeit und Kundenservice entscheiden über das Ranking der einzelnen Shops.

Außerdem sind Preisvergleiche im Gegensatz zu Preisagenturen für Nutzer in der Regel kostenlos. Für die Onlineshops selbst fallen dagegen meist Gebühren an.

Wo taucht der Shop im Preisvergleich auf?

Der Shop taucht im Preisvergleich immer dann auf, wenn er ein Produkt im Angebot hat, das der Suchanfrage des Käufers entspricht. Die Listung funktioniert in Preisvergleichen nicht wie bei Google nach Ranking, sondern nach Preissortierung. Je günstiger ein Anbieter ist, desto eher wird sein Produkt auch im Preisvergleich gefunden und gekauft. In der Regel bietet ein Preisvergleich die Produktsortierung nicht nur nach Preishöhe, sondern auch nach anderen Kriterien wie Beliebtheit oder Bewertung an. Außerdem haben die meisten Preisvergleichsportale eine Liste aller eingetragenen Shops mit Informationen zu Versandkosten, Lieferzeiten, Kontaktdaten und Kundenbewertungen. Dem Shop wird im Online-Preisvergleich also auch die Möglichkeit geboten, sich selbst von seiner besten Seite zu zeigen.

Abrechnungssysteme und Rechtliches in Sachen Preisvergleich

Preisvergleiche finanzieren sich nicht über Verbraucher, sondern über Werbung und häufig auch über eine anteilige Provision der Onlineshops. Es gibt unter anderem folgende Provisionsmodelle:

  • Cost Per Click (CPC): Bei diesem Abrechnungs-Modell wird pro Klick in den jeweiligen Online-Shop oder auf ein bestimmtes Werbemittel eine Vergütung gezahlt.
  • Cost Per Sale (CPS): Hierbei wird je Verkauf eine Provision gezahlt. Der Preisvergleich erhält eine Provision, wenn ein Verkauf erfolgt ist.
  • Cost Per Lead (CPO): Das Portal erhält pro Aktion eine Provision vom Onlineshop. Eine Aktion kann eine Bestellung oder die Anmeldung für einen Newsletter sein.

Die meisten Preisvergleichsportale wie zum Beispiel Idealo und Preis.de verlangen neben der Provision keine weiteren Zahlungen für die Platzierung der Onlineshops im Preisvergleich. Es gibt jedoch auch Vergleichsportale, die eine monatliche oder jährliche Grundgebühr oder einen Mindestumsatz von den Onlineshops verlangen.

Bei der Platzierung von Shops in Vergleichsportalen ist es sinnvoll, die für den Verbraucher zusätzlich anfallenden Ausgaben wie Lieferkosten und anfallende Gebühren (inklusive der unterschiedlichen Bezahlmodelle) anzugeben. Die Versandkostenangabe in Preisvergleichslisten ist seit 2009 gesetzlich verpflichtend, ebenso wie die Grundpreisangabe welche mit dem Urteil vom 24.11.2011 (Landgericht Hamburg, – Az.: 327 O 196/11) verabschiedet wurde.

Besondere Vorteile und Angebote für Onlineshops

Es gibt also viele Gründe sich als Onlineshop für die Platzierung im Preisvergleich zu entscheiden. Vor allem bietet sich dadurch die Chance, im eigenen Shop einen qualitativ hochwertigen Nutzer-Traffic zu bekommen. Die meisten Nutzer, die über eine Suchmaschinensuche in einen Preisvergleich gelangen und von dort in einen Onlineshop, haben sich im Vorhinein bereits für den Kauf einer bestimmten Ware oder eines bestimmten Produktes entschieden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der erhöhte Traffic im eigenen Shop auch zu erhöhten Verkaufszahlen führt, ist mit der Weiterleitung über einen Preisvergleich garantiert.

Viele Vergleichsportale bieten Onlineshops nicht nur die Platzierung an, sondern übernehmen immer häufiger auch weitere Teile des Online-Marketings. Zunächst einmal werden Shops automatisch über die Eigenwerbung des Preisvergleichs mit vermarktet. Manche Vergleichsportale bieten auch einen Blog an, auf dem besondere Angebote, Shops oder neue Shopfeatures zusätzlich angeteasert werden.

Preisvergleichsportale können die Aufgaben aus dem Socialmedia Bereich für ihre Kooperationspartner übernehmen, sodass der Shop von der bereits positiven Stellung des Preisvergleichportals profitiert und die Synergien der Social Signals nachhaltig nutzt. Und verzeichnet somit Vorteile gegenüber ’stand-alone‘ Kampagnen.

Des weiteren profitieren Kooperationspartner von einem Händler-Admin-Tool. Darin können neben der Analyse der getätigten Klicks Preise der Konkurrenzprodukte eingesehen werden, sodass die Möglichkeit zur Optimierung der gelisteten Produkte besteht. Gleichzeitig kann diese Verbesserung gemeinsam mit dem Preisvergleich ausgearbeitet werden und zur Conversion-Optimierung beitragen.