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Checklisten für Onlineshops — Praxisnah & kostenlos

Wissen ist gut, Checklisten sind besser. Hier finden Sie drei kompakte Checklisten, die Sie Punkt für Punkt abarbeiten können — ohne etwas Wichtiges zu vergessen. Drucken, abhaken, fertig.

Checkliste 1: Onlineshop-Launch (30 Punkte)

Technisches Fundament

  • Shopsystem gewählt und eingerichtet — WooCommerce, Shopify oder Alternative, alle Grundeinstellungen konfiguriert
  • SSL-Zertifikat aktiv — https:// im Browser. Prüfen: rotes Schloss oder Warnung = Problem
  • Domain auf Shop zeigt korrekt — www. und ohne www. beide funktionieren und leiten um
  • Mobile Ansicht getestet — Auf eigenem Smartphone durch den gesamten Kaufprozess gegangen
  • Ladezeit geprüft — Google PageSpeed Insights: Mobile-Score über 60, besser über 75
  • Testbestellung durchgeführt — Vollständig: Produkt → Warenkorb → Checkout → Bezahlung → Bestätigung
  • E-Mail-Benachrichtigungen testen — Bestellbestätigung an Kunde und an Sie geht an die richtigen Adressen

Rechtliche Pflichten

  • Impressum vollständig — Name, Adresse, E-Mail, USt-IdNr., OS-Link. Prüftool: IT-Recht Kanzlei
  • Datenschutzerklärung aktuell — Alle genutzten Tools erwähnt (Google Analytics, PayPal, Mailchimp etc.)
  • AGB eingebunden — Im Checkout muss aktiv zugestimmt werden (Checkbox, nicht vorausgewählt)
  • Widerrufsbelehrung vorhanden — 14 Tage Widerrufsrecht klar kommuniziert, Muster-Widerrufsformular verlinkt
  • Cookie-Banner konform — „Alle ablehnen“ genauso einfach wie „Alle akzeptieren“
  • Preisangaben korrekt — Brutto-Preise inkl. MwSt., Versandkosten sichtbar, kein versteckter Aufschlag im Checkout
  • Lieferzeiten angegeben — Pro Produkt oder Shop-weit, realistische Angaben

Zahlungen & Versand

  • Zahlungsmethoden eingerichtet — Minimum: PayPal + Kreditkarte. Empfohlen: Klarna (Kauf auf Rechnung) für höhere Conversion
  • Versandkosten konfiguriert — Alle Zielländer abgedeckt, kostenloser Versand ab Schwellwert eingestellt
  • Rücksendeprozess definiert — Wer trägt Kosten? Welche Adresse? In AGB und Widerrufsbelehrung dokumentiert
  • Versanddienstleister-Account — DHL, DPD oder Hermes Geschäftskonto eingerichtet, Etikettendruck funktioniert

Produkte & Content

  • Alle Produkte mit Fotos — Min. 3 Fotos pro Produkt (Hauptfoto, Detail, Kontext)
  • Produkttexte nutzenorientiert — Nicht nur Features, sondern was das Produkt für den Kunden tut
  • SEO-Grundlagen gesetzt — Title-Tag und Meta Description für alle Hauptprodukte und Kategorien
  • Kategoriestruktur logisch — Produkte sind in sinnvollen Kategorien, nicht alle in „Sonstiges“
  • Suchfunktion funktioniert — Geben Sie Produktnamen ein: findet der Shop sie?

Marketing-Grundlage

  • Google Analytics 4 installiert — Mit Conversion-Tracking (Bestellung = Conversion)
  • Google Search Console verknüpft — Sitemap eingereicht
  • E-Mail-Marketing-Tool verknüpft — Brevo, Klaviyo oder Mailchimp mit Shop verbunden
  • Abandoned Cart E-Mail eingerichtet — Automatisch 1 Stunde nach Warenkorbabbruch
  • Social Media Profile erstellt — Mindestens Instagram oder Facebook mit Shop-Link
  • Google Merchant Center eingerichtet — Produkt-Feed für Google Shopping (kostenlose Listings!)

Checkliste 2: Produktseite-Audit (20 Punkte)

Führen Sie diesen Audit für Ihre 5 meistbesuchten Produktseiten durch.

Visuelle Qualität

  • Mindestens 4 Produktfotos — Freisteller + Detail + Lifestyle + Maßbild
  • Zoom-Funktion aktiv — Bilder sind min. 1000x1000px, Zoom aktiviert
  • Bilder laden unter 2 Sekunden — Einzelne Bildgröße unter 200 KB
  • Kein unscharfes oder verpixeltes Bild — Alle Bilder in min. 800px Breite

Text & Inhalt

  • H1 enthält Hauptkeyword — Und ist überzeugend, nicht nur technisch korrekt
  • Erste 100 Wörter adressieren Nutzen — Nicht nur Features und Spezifikationen
  • Bullet Points: Feature + Nutzen — Nicht „langlebig“ — sondern „hält 5+ Jahre auch bei täglicher Nutzung“
  • Alle Einwände adressiert — Material? Größe? Pflege? Kompatibilität?
  • Eindeutiger Call-to-Action — „In den Warenkorb“ sichtbar ohne Scrollen (above the fold)

Vertrauen & Social Proof

  • Produktbewertungen vorhanden — Min. 5 Bewertungen für neues Vertrauen
  • Lieferzeit sichtbar — Klar und realistisch („Lieferung in 3–5 Werktagen“)
  • Verfügbarkeit kommuniziert — „Auf Lager“ oder konkreter Liefertermin
  • Rückgabe-Info sichtbar — „30 Tage Rückgaberecht“ auf der Seite, nicht nur in AGB
  • Zahlungsoptionen sichtbar — Icons der akzeptierten Zahlungsmethoden unterm Warenkorb-Button

Technische Qualität

  • Mobile: „In den Warenkorb“ ohne Scrollen erreichbar — Auf dem Smartphone, ohne nach unten zu scrollen
  • Keine Broken Links auf der Seite — Alle internen Links funktionieren
  • Page Title und Meta Description gesetzt — Max 60 / 155 Zeichen, enthält Hauptkeyword
  • Canonicaltag gesetzt — Verhindert Duplicate Content bei Produktvarianten
  • Schema Markup für Produkt implementiert — Prüfen mit Google Rich Results Test

Checkliste 3: DSGVO Compliance (15 Punkte)

Achtung: Diese Liste ersetzt keine Rechtsberatung. Nutzen Sie sie als Grundlage und lassen Sie Ihren Shop von IT-Recht Kanzlei oder einem Anwalt prüfen.

  • Datenschutzerklärung aktuell — Alle genutzten Services und Tools dokumentiert (auch Analytics, Zahlungsanbieter, Bewertungstools)
  • Cookie-Banner DSGVO-konform — Ablehnen genauso einfach wie Akzeptieren (gleichwertige Buttons)
  • Keine vorausgewählten Checkboxen — Newsletter, Bewertungsanfrage, Marketing: alle müssen aktiv angehakt werden
  • Google Analytics datenschutzkonform — IP-Anonymisierung aktiviert oder konsentbasiertes Tracking (GA4 mit Consent Mode)
  • AV-Vertrag mit Hosting-Anbieter — Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen (der Hoster schickt es Ihnen auf Anfrage)
  • AV-Vertrag mit E-Mail-Marketing-Tool — Klaviyo, Brevo, Mailchimp: alle bieten AV-Verträge an
  • AV-Vertrag mit Zahlungsanbieter — PayPal, Stripe, Klarna: in den Nutzungsbedingungen integriert oder separat
  • Betroffenenrechte umsetzbar — Können Kunden ihre Daten anfragen, korrigieren, löschen lassen? Haben Sie einen internen Prozess?
  • Datenpannen-Prozess definiert — Was tun wenn Daten gehackt werden? (Meldepflicht 72h an Behörden)
  • Newsletter Double-Opt-In — Bestätigungs-E-Mail nach Newsletter-Anmeldung
  • Keine US-Services ohne Einwilligung — Google Fonts, reCaptcha etc. direkt auf Server laden oder erst nach Einwilligung
  • Impressum vollständig — Alle Pflichtangaben nach § 5 TMG vorhanden
  • Impressum leicht erreichbar — Footer-Link, max. 2 Klicks von jeder Seite
  • Externe Links prüfen — Verlinken Sie auf Tools/Partner die Ihre Nutzerdaten verarbeiten? In Datenschutzerklärung erwähnen.
  • Regelmäßige Überprüfung geplant — DSGVO-Check mindestens jährlich oder nach jedem neuen Tool-Einsatz

So nutzen Sie diese Checklisten am besten

Drucken Sie jede Checkliste aus und haken Sie Punkte physisch ab — das ist nachweislich effektiver als digitale Checkboxen. Teilen Sie die Arbeit auf: technische Punkte mit IT-Unterstützung, rechtliche Punkte mit Anwalt oder Rechtstext-Dienst, Content-Punkte selbst.

Bearbeiten Sie nicht alle Punkte auf einmal — das führt zu Erschöpfung und Halbheiten. Nehmen Sie sich 3–5 Punkte pro Tag vor und setzen Sie diese vollständig um.

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