E-Commerce Wochenrückblick [KW 11 | 2015]

Important date

Eine weitere Woche ist vergangen und der E-Commerce hat wieder einiges zu bieten. Croudsourcing, das Elektrogesetz und Apple Watch sind da nur ein paar Schlagwörter. In unserem E-Commerce Wochenrückblick erfahren Sie alle wichtigen Details.

Important dateShopsysteme

Shopware Episode Five

Shopware hat die Version 5.0 in den Startlöchern. Und diese wird auf eine ganz besondere Art und Weise angekündigt und vorgestellt. Es wird eine Kino Tour durch mehrere deutsche Städte geben. Neben Hamburg und Berlin stehen auch Münster und München auf dem Plan. Im Film wird es dann eine ausführliche Vorstellung der neuen Shopware Version geben. Der Shopsysteme-Hersteller selber spricht von einem System, dass den E-Commerce auf ein neues Level bringen wird.

Croudsourcing und Croudfunding bei plentymarkets

Bereits in der vergangenen Woche haben wir über den plentymarkets Online-Händler-Kongress berichtet. Nun gibt es erste Auswertungen des Kongresses und plentymarkets reagiert bereits auf Vorschläge der Teilnehmer und weiterer Nutzer. Im Fokus werden in Zukunft ganz klar die Möglichkeiten des Croudsourcings und des Croudfundings liegen. Plentymarkets möchte seinen Nutzer eine Plattform bieten, welchen möglichst allen Ansprüchen gerecht wird. So können User bestimmte Features und Funktionen vorschlagen und priorisieren. Je höher die Nachfrage, umso eher werden die Anfragen von den Entwicklern umgesetzt. Um auch Nischen zu bedienen, wird das Croudfunding eingesetzt. Hier können die Nutzer Projekte finanzieren und vorantreiben, die einen kleineren Interessenskreis haben.

Rechtliches

Neues Elektrogesetz betrifft auch Online-Händler

Bereits seit Längerem ist ein Gesetz in Arbeit, dass die Rücknahme- und Entsorgungspflicht von Elektro- und Elektronikgeräten regelt. Nun hat ein Entwurf seinen Weg in die Europäische Union geschafft und neue Regelungen werden momentan angepasst und ausgearbeitet. Der neue Entwurf wird für Online-Händler angeben, dass diese in Zukunft Altgeräte annehmen müssen. Dies tritt in Kraft, wenn der Kunde ein neues Gerät im Shop erwirbt, das in die gleiche Gerätegruppe fällt oder die gleiche Funktion übernimmt. Hier gibt es natürlich verschiedene Varianten, eine Lösung zu finden. So können die Online-Händler mit sozialen Einrichtungen kooperieren oder auch mit dem stationären Handel.

Warenkorb-Erinnerungen – so sind sie zulässig!

Vor einiger Zeit haben wir bereits darüber berichtet, dass es nicht mehr zulässig ist, eine Warenkorberinnerung zu versenden. Dies gilt für Bestandskunden und Neukunden. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, die Erinnerung zu versenden, ohne einen rechtlichen Verstoß zu begehen. Neukunden müssen der Datenspeicherung zustimmen. Besteht zuvor ein Vertragsverhältnis, ist dies bereits geschehen. Eine Warenkorb-Erinnerung darf nur mit Erlaubnis versendet werden. Der Händler muss sicherstellen, dass er diese Erlaubnis nachweisen kann. Sind diese Vorgaben erfüllt, kann die Erinnerung versendet werden.

Gilt die Auto-Reply-Mail als Werbung?

Ein aktuelles Gerichtsurteil hat sich der Frage angenommen, ob eine automatische Antwort-Mail bereits als Werbung eingestuft werden kann oder nicht. Und das Urteil fällt klar zugunsten der Versender aus. Im konkreten Beispiel ging es um eine Antwort einer Versicherung im Bezug auf eine Kündigungsanfrage. Die Auto-Reply-Mail enthielt Werbung. Das Gericht gibt an, dass bereits im Betreff der Mail klar wurde, dass es sich um eine Antwort auf die zuvor gesendete E-Mail handelt. Auch der Inhalt der Mail bezog sich auf diesen Vorgang. Dass es außerdem Werbung in der Mail gab, ändert nichts an der Intention der Nachricht.

Der Fliegengitter-Fall findet endlich sein Ende

Eine negative Bewertung war der Anschlag für einen langen Rechtsstreit. Es ging um ein Fliegengitter und dieses Fliegengitter, bzw. sein Besitzer und dessen Verkäufer haben es bis vor das OLG München geschafft. Nun kam es endlich zu einem Urteil. Der Online-Händler, der den Kunden auf 40.000 Euro Schadensersatz verklagt hat, hat den Fall verloren. Er konnte weder nachweisen, dass der Kunde eine fehlerhafte Angabe gemacht hat, noch war die bereitgestellte Montageanleitung korrekt. Dieser Prozess mit einem Streitwert von 40.000 Euro dürfte dem Händler einiges kosten. Hier ist nicht nur Bares verloren gegangen, auch seine Reputation hat sich nicht gebessert.

Studien

Jeder Dritte von Abmahnungen betroffen

Jeder hat schon einmal von ihr gehört, der gefürchteten Abmahnwelle. Und sie scheint noch immer unterwegs zu sein. Laut einer aktuellen Studie vom Händlerbund wurde im vergangenen Jahr etwa jeder dritte Online-Händler abgemahnt. Im Vergleich zum Jahr 2013 gab es gleich 36 % mehr Abmahnungen. Vor allem im Bereich des verletzten Wettbewerbsrechts flattern regelmäßig Anschreiben in den Briefkasten. Aber auch die Verletzung des Urheberrechts und Markenrechtes führen zu Abmahnungen. Und wer zahlen muss, der kommt nicht grad günstig weg. Im Schnitt sind es etwa 500 Euro, die der Online-Händler zahlen muss. Aber mit 2.000 Euro muss jeder Sechste gleich das Vierfache vom Durchschnitt zahlen.

Trends

Google Hardware bekommt Zuwachs

Das Google mit der Android Software weltweit bekannt und erfolgreich ist, das kann man nicht verleugnen. Aber in Sachen Hardware ist es eher noch eine kleine Kindergarten Gruppe aus dem Hause Google. Dies soll sich aber in Zukunft ändern. Das Sortiment wird erweitert und Google wagt auch den Schritt in den Multi-Channel-Vertrieb. Neben den Nexus Smartphones gibt es mittlerweile auch ein Tablet und das Chrome-Book. Die einzelnen Geräte wurden natürlich darauf optimiert, perfekt miteinander kombiniert zu werden. In London gibt es bereits einen In-Store-Store. Hier kann man die Produkte kaufen und kennenlernen. Wir sind gespannt, was Google uns in Zukunft noch so bieten wird.

Predictive Analytics – die Glaskugel der Online-Händler

Online-Händler haben eine große Zahl von Daten vorliegen. In vielen Fällen werden diese brav gesammelt und in einem der Rechenzentren hinterlegt, die täglich wachsen und an allen Ecken aus dem Boden gestanzt werden. Was aber tun mit all den Informationen? Man kann Predictive Analytics verwenden, um Vorhersagen zu treffen, und zwar ganz ohne das gesammelte Wissen zu missbrauchen. Die Daten werden abgeglichen, analysiert und in ein Modell umgewandelt, dass es möglich macht, schon heute zu wissen, was sich der Kunde von morgen wünscht. Mithilfe dieser detaillierten Berechnungen und Auswertungen kann der Online-Handel seinen Service und die Dienstleistungen optimieren.

Virtual-Reality Brillen

Laut einer aktuellen Umfrage würden gleich zwei Drittel der Online-Käufer eine VR-Brille verwenden, um online shoppen zu gehen. Die realistische Ansicht der Produkte vereinfacht die Kaufentscheidung. Es scheint sogar so, als könnte die Brille das tatsächliche Einkaufserlebnis im Laden vor Ort ersetzen. Denn 22 % gaben an, dass dies für sie vorstellbar sei. Natürlich steckt die Entwicklung noch im Anfang, aber Firmen wie Facebook haben den Trend bereits erkannt und den VR-Brillen Hersteller Oculus Rift aufgekauft.

Schlagzeilen

Das Mobile-Payment der Telekom

Auch die Telekom will nun im Bereich des Mobile-Payments Fuß fassen. Mit Pay-at-Match hat der Konzern eine virtuelle EC-Karte am Markt. Nach MyWallet ist das der zweite Anlauf der Deutschen Telekom. Es ist ganz leicht aufgebaut. Einfach die entsprechende App herunterladen und die gewünschte Karte verbinden und autorisieren. Das Smartphone nimmt an der entsprechenden Kasse eine Verbindung über NFC auf und per PIN kann die Transaktion freigegeben werden.

Apple Watch im E-Commerce

Was hat die Apple Watch für den E-Commerce zu bieten? Zumindest eBay hat sich diese Frage bereits gestellt und eine eigene App entwickelt. Leider ist der Nutzen dieser noch recht gering. So erhält man Infos über Auktionen oder neue Mitteilungen. Also ein nettes Spielzeug für unterwegs, aber keine echte Bereicherung für den Kunden. Die Appel Watch wird es ab April geben. Natürlich dürfen wir gespannt sein, ob der ein oder andere nicht doch noch einen cleveren Einsatz im Rahmen des E-Commerce findet.

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